Rubrik: Pumpen FAQ » Hauswasserversorgung
Was unterscheidet Gartenpumpen, Hauswasserautomaten und Hauswasserwerke?
Gartenpumpen, Hauswasserwerke und Hauswasserautomaten sind irreführende Begriffe, weil es sich um die gleichen Pumpen handelt.
Gartenpumpen sind meist eine selbstansaugende Kreiselpumpen, die keine Abschaltautomatik besitzen. Gartenpumpen müssen nach Schließen der Entnahmestellen von Hand abgeschaltet werden, damit sie nicht gegen einen Druck läuft und beschädigt werden kann.
Hauswasserautomaten sind Gartenpumpen, die eine Abschaltautomatik und
einen Trockenlaufschutz haben. Wird hier die Entnahmestelle geschlossen,
schaltet sich die Pumpe ab. Beim Öffnen der Entnahmestelle springt die Pumpe
wieder an. Gesteuert werden die Abschaltautomatiken durch den Druck, der sich in
der Leitung bei geschlossener Entnahmestelle aufbaut. Damit die Pumpen bei einer
Leckstelle nicht ständig anlaufen (Pumpe taktet), habe einige Automatiken eine
Zeitverzögerung, die bei geringen Druckverlusten nicht sofort
einschalten.
Die Steuerungen besitzen meist einen Trockenlaufschutz, der die
Automatik abschaltet, wenn die Pumpe Luft ansaugt. Die Automatik geht dann in
einen Störungszustand, der manuell zurückgesetzt werden muß.
Hauswasserwerke haben einen Druckbehälter als Pufferspeicher und einen
Druckschalter zum Schalten der Pumpe. Der Druckbehälter hat eine eingebaute
Gummimembran, die mit Brauchwasser gefüllt ist und von der Gegenseite mit
Luftdruck belastet wird.
Die Pumpe läuft, bis der am Druckschalter
eingestellte Abschaltdruck erreicht ist. Im Behälter und im damit im gesamten
Leitungssystem baut sich ein Druck auf, der über den Luftdruck bei Entnahme
weitgehend gehalten werden kann. Duch die Entnahme sinkt der Druck bis zu einem
am Druckschalter einstellbaren Einschaltdruck. Die Pumpe schaltet dann ein und
baut den Druck im System wieder auf den Abschaltdruck auf.
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ID #1009, Rev. 1.12, Verfasser: Peter Kahlhorn, 2011-10-26 11:11